Das besondere Geschenk

Schon wochenlang mach ich mir Sorgen,
was könnt ich [NAME] bloß besorgen.
Ich möcht‘ ein Geschenk nicht groß und nicht klein,
es soll was ganz persönliches sein.

Ich hab mir gedacht, nimm nichts zum Essen,
denn das hat er ganz schnell vergessen-

Kosmetiksachen gäb’s schon viel,
doch da hat er seinen eigenen Stil.

Ein Unterhemd, eine Legginhos,
ach, was schenk ich denn dem [NAME] bloß.

Taschentücher ein ganzes Dutzend,
die täten ihr vielleicht was nutzen.
Doch wer weiß noch gar am End,
schnäuzt er lieber mit de‘ Händ‘.

Wie wär es mit 'nem neuen Hut?
Wer weiß, ob der ihm stehen tut?

Ach du liebe Zeit, jetzt wird’s schon knapp,
wenn ich bis Sonntag noch nix hab.

Wie wär ein Liederbuch zum Singen?
Nein, das kann ich ihm nicht bringen,
denn er singt meistens nur im Bad
und da würd’s nass wern, das wär schad‘.

Etwas Geschirr, ein Glasgefäß,
nein, das ist nicht mehr zeitgemäß.

Es ist für mich schon eine Plag,
da [NAME] fast wirklich alles hat.

Ein Oberhemd wäre ja auch ganz toll,
doch damit hängt der Schrank auch schon voll.

Zum Schaffen was will ich nicht schenken,
er soll ja an was Schönes denken.

Jetzt fällt’s mir ein, ganz brennend heiß,
ja „Gott sei Dank“, dass ich jetzt weiß,
was so ein vielbeschäftigter Mann
jeden Tag brauchen kann, ich weiß es genau.

Es ist nicht groß, es ist nicht klein,
passt ganz gut in die Schachtel rein.

Es ist nur für Dich allein gedacht,
kannst’s täglich nehmen, auch bei Nacht.

Kannst’s sparsam nehmen und verschwenden,
kannst’s rechts benutzen und auch wenden.

Ich hoffe, Du weißt was anzufangen,
und es wird Dir eine Weile langen.

Jetzt will ich’s aus der Schachtel holen,
und es sind lauter nette, kleine Rollen.

[KLOPAPIER]



Author/in:        Einsender/in: Familie Menger        Datum: 13.01.2003